Fördermittel für Solaranlagen

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Fördermittel für Solaranlagen

Möglichkeiten zur Förderung von Photovoltaik

Inhalt

Informieren Sie sich im Voraus!

Das ist schon unser erster Tipp zu diesem Thema: Bei einer Anschaffung dieser Größenordnung lohnt es sich, sich im Voraus über die möglichen Fördermittel für Solaranlagen zu informieren. Man unterscheidet zwei Arten der Förderung:
Betriebliche Förderung nach dem EEG
Investitionsförderung für die Anschaffung

Betriebliche Förderung nach dem EEG (Einspeisevergütung)

Fördersätze für Solaranlagen
Die betriebliche Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erfolgt in Form der Einspeisevergütung. Die Vergütung wird vom Netzbetreiber an Sie, den Betreiber der Solaranlage, gezahlt. Das passiert, wenn überschüssiger Strom von Ihnen nicht gebraucht, sondern in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.
Der eingespeiste Strom wird über 20 Jahre, ab Zeitpunkt der Anmeldung, zu einem festen Satz vergütet. Dabei hängt die Höhe der Vergütung von dem Zeitraum der Inbetriebnahme ab (siehe Tabelle).

Folgende Beträge gelten für eingespeisten Strom für Anlagen auf Wohngebäuden:

Inbetriebnahmebis 10 kWüber 10 kW bis 40 kWüber 40 kW bis 100 kW
ab 01.08.20217,36 Ct / kWh7,15 Ct / kWh5,60 Ct / kWh
ab 01.09.20217,25 Ct / kWh7,04 Ct / kWh5,51 Ct / kWh
ab 01.10.20217,14 Ct / kWh6,94 Ct / kWh5,43 Ct / kWh
Für alle Anlagen, die ab dem 01.04.2012 in Betrieb genommen werden, gilt die Begrenzung der maximal vergütungsfähigen PV-Stromerzeugung gemäß dem neuen „Marktintegrationsmodell“ erst ab 01.01.2014. Ab diesem Zeitpunkt werden Anlagen bis 10 kWp weiterhin für 100% und Anlagen zwischen 10 und 1.000 kWp für maximal 90% der erzeugten Strommenge den normalen Einspeisetarif erhalten. In jedem Folgemonat fällt die Vergütung um einen vorgegebenen Prozentwert. Dieser wird vierteljährlich neu berechnet unter Betrachtung des vorherigen Zubaus an Anlagen.

Investitionsförderung für die Anschaffung

KfW-Förderung

Die KfW Bankengruppe bietet eine große Anzahl an Fördermitteln, welche in der Regel sehr zinsgünstige Darlehen anbieten, im Vergleich zu marktüblichen Wettbewerbern. Die Leistungen der KfW Bank können über die Hausbank abgerufen werden. Auf der Internetseite der KfW sind alle Programme ausführlich beschrieben.

Bausparkassen

Die Bausparkassen haben das geringe Risiko bei der Vergabe von Krediten für Photovoltaikanlagen entdeckt und bieten hier verschiedene Programme an. Hierbei ist eine genaue Betrachtung der Angebote empfohlen.

Hausbanken

Auch die Hausbanken haben erkannt, dass die Vergabe von Krediten für Photovoltaikanlagen ein geringes Risiko darstellt und sich die Wirtschaftlichkeit gut berechnen lässt. Die Zinssätze sind in Einzelfällen sehr attraktiv und sollten bei der Wahl der Finanzierung mit eingebunden werden.

Regional

Sowohl Bundesländer als auch regionale Förderprogramme können bei der Anschaffung einer PV-Anlage eine finanzielle Unterstützung bieten. Diese Unterstützung erstreckt sich von der Kostenübernahme erster Beratungsgespräche über Zuschüsse bis hin zu Anschaffungshilfen. Hier lohnt es sich ebenso, sich vorzeitig über aktuelle Programme in Ihrer Region zu informieren.

Weiteres zur KfW-Förderung

Ladestationen für Elektroautos
Für den Kauf und die Installation von Ladestationen an privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden gibt es eine spezielle KfW-Förderung. Erfahren Sie hier mehr.
Wirkleistungsbegrenzung
Ist Ihre Photovoltaikanlage nicht über eine Mess- und Regelfunktion angeschlossen, dürfen Sie nur 70% der Nennleistung des Generators am Einspeisepunkt einspeisen – bei einer KfW-Förderung sind es nur 50%. Hier kann man noch entscheiden, ob eine statische Abregelung am Wechselrichter eingestellt wird oder ob eine dynamische Abregelung durch Einsatz eines Smart Meters erfolgt. In dem Fall kann zum Beispiel der Generator mit 100% Leistung arbeiten, da 30% selbst verbraucht werden und die geforderten 70% am Einspeisepunkt eingehalten werden. Aufgrund dieser Wirkleistungsbegrenzung bietet sich die zusätzliche Anschaffung eines Speichers an.